Abgeschlossene Forschungsprojekte

MUNIN - Autonome Schiffe im Kommen

Im September 2012 startete das dreijährige Forschungsvorhaben MUNIN, das von der EU im FP7-Rahmenprogramm mit 2,9 Millionen Euro gefördert wurde und in die Initiativen e-Maritime der EU und e-Navigation der IMO eingebettet ist. Das Gesamtvolumen des Projekts betrug rund 3,8 Mio. Euro.

Das Fraunhofer CML leitete das Projekt, das Möglichkeiten, Voraussetzungen und Potenziale der unbemannten Schifffahrt aufdecken konnte. Schwerpunkt war die Übergabe navigatorischer Aufgaben an landgestützte Basen, wodurch vor allem Sicherheit und Effizienz der Schifffahrt in vielbefahrenen und navigatorisch anspruchsvollen Gewässern erhöht werden sollen. Wichtiger Nebeneffekt ist neben der Einsparung von Arbeitsplätzen an Bord auch die Verbesserung der Attraktivität des Berufsfeldes.  

Die Ergebnisse des Projekts finden Sie in einer Broschüre unter dem folgenden Link zusammengefasst: MUNIN Final Brochure

 

MONALISA 2.0

MONALISA 2.0 hatte zum Ziel, effiziente, sichere und umweltfreundliche Seeverkehre auf den Meeresautobahnen der EU zu erreichen.
38 europäische Partner aus 10 Ländern haben bis 2015 eine Basis für neue Verkehrsmanagementtools erarbeiten. Hiervon können nun sowohl Handels- als auch Passagierschifffahrt profitieren. Zur Sicherung der Umsetzbarkeit der entwickelten Lösungen werden Simulationen innerhalb eines Netzwerks durchgeführt, an das auch das CML mit seiner Simulationsumgebung und dem Schiffssimulator angeschlossen ist. Das Projekt Monalisa 2.0 lief bis Mitte 2015 und wurde von der Europäischen Union (EU) mit 12,5 Mio. Euro gefördert.  

T-Trans

Transfer von Innovationen intelligenter Transportsysteme (ITS) in den Markt

Vorrangiges Ziel des Projekts T-TRANS war es, Informationen zu Innovationsmechanismen im ITS-Bereich zu analysieren und bereitzustellen. Das tiefere Verständnis dieser Mechanismen sollte zukünftig helfen, die Markteinführung innovativer Produkte und Dienstleistungen zu fördern und damit zu beschleunigen.

Vier ausgewählte Fallstudien in den Transportmodi Straße, Luft, See/ Intermodalität und Bahn wurden untersucht, darunter Innovationen in Smart Grids, Revenue Management, Unit Load Devices und Networks. Eine detaillierte Darstellung der Innovationen, ihres Marktes und ihres Nutzens sollte die Übertragbarkeit auf einen weiteren Nutzerkreis und damit ihre Kommerzialisierung vorbereiten.

Parallel dazu wurde ein zweiter Schwerpunkt des Projekts darauf gelegt, die Innovations- und Kooperationskette für den ITS Bereich zu stärken. Deshalb wurden ITS-Innovations-Knoten als erster Schritt hin zu einem künftigen EU-weiten Innovationsnetzwerk für ITS eingerichtet. Diese Knoten wurden vorrangig in den EU27-Regionen aufgebaut, in denen erhebliches ungenutztes Potential in Bezug auf ITS-Innovationsketten vorlag.

In dem von der EU mit 1,5 Mio Euro geförderten Projekt arbeitete das CML von September 2012 bis November 2014 gemeinsam mit acht weiteren Partnern aus Spanien, Frankreich, den Niederlanden, Italien, Griechenland und Litauen.

I-C-EU

Impact of transport infrastructure on international competitiveness of Europe

Im Projekt I-C-EU hat das CML gemeinsam mit fünf Partnern aus Belgien, den Niederlanden, Polen und Spanien von Oktober 2012 bis September vergangenen Jahres die Auswirkungen der Verkehrsinfrastruktur auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit Europas untersucht. mit der Durchführung von I-C-EU wurde eine Reihe von Zielen verfolgt, welche die gemeinsame europäische Transportinfrastruktur im Fokus hatte.

Ziel des Projektes war es, Erkenntnisse über den Zusammenhang von Transportinfrastruktur und Wettbewerbsfähigkeit sowie Wirtschaftswachstum zu erlangen. Außerdem sollte das Projekt einen Beitrag zur Quantifizierung der Auswirkung von verschiedenen Investitionen in Transportinfrastruktur auf Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftswachstum liefern. Hierdurch konnten Infrastrukturvorhaben transparenter und objektiver bewertbar gemacht werden. Darüber hinaus wurden als relevant identifizierte Einflüsse in bereits bestehende Bewertungsmethoden integriert und die EU-Transport-Politik und -Strategie in Hinblick auf die Ziele „Wettbewerbsfähigkeit" und „Wirtschaftswachstum" bewertet und überprüft. Die Aufgaben des CML lagen dabei überwiegend in der Auswahl geeigneter Infrastrukturprojekte und ihrer Analyse sowie die Untersuchung von Transportmodellen. Das Projekt I-C-EU lief insgesamt über zwei Jahre und wurde von der EU mit 890.000 Euro gefördert. Projektleiter war Transport & Mobility aus Belgien.

Green Efforts

Green and Effective Operations at Terminals and in Ports

Das Fraunhofer CML hat von Oktober 2011 bis März 2014 gemeinsam mit sieben Partnern die Schadstoffemissionen und Energieverbräuche einzelner Prozesse in Häfen und auf Terminals erforscht. Möglichkeiten der Reduzierung des CO2-Fußabdrucks bis hin zur Implementierung eines nachhaltigen strategischen Energiemanagements konnten in diesem Rahmen langfristige Optimierungspotenziale aufzeigen. Das zweieinhalb Jahre laufende Forschungsvorhaben wurde im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU mit 2 Mio. Euro gefördert.

Amber Coast Logistics

Das Projekt Amber Coast Logistics hatte zum Ziel, die Zugänglichkeit der Länder im südöstlichen Ostseeraum insbesondere durch die Umsetzung umweltfreundlicher und energieeffizienter Transportketten zu verbessern. Das im Rahmen des Baltic Sea Region Programme von der EU mit 2,8 Mio. Euro geförderte Projekt startete im Oktober 2011 und endete im März 2014.

Unter dem Lead Partner Hafen Hamburg Marketing e.V. hat das CML vorrangig die maritimen Verbindungen im Ostseeraum sowie deren mögliche Optimierungspotenziale untersucht. Darüber hinaus hat das CML im Projekt Amber Coast Logistics dazu beigetragen, eine einheitliche Wissensgrundlage für alle Projektpartner zu schaffen. Auf dieser Basis wurden Strategien zur besseren Vernetzung von Supply-Chains von und nach Osteuropa sowie beispielhafte integrierte Transportangebote entwickelt.