Laufende Forschungsprojekte

Projekt Air Induced friction Reducing ship COATing (AIRCOAT)

Die Europäische Kommission hat ein innovatives Projekt zur Entwicklung einer bionischen Rumpfbeschichtung bewilligt, die den Reibungswiderstand von Schiffen reduziert.

Das Projekt AIRCOAT treibt eine bahnbrechende Technologie voran. Diese hat ein hohes Potenzial, den Schiffsbeschichtungssektor zu revolutionieren und den Energieverbrauch und die Emissionen des europäischen Schiffsverkehrs zu reduzieren. Ein Team von zehn europäischen Wissenschaftlern und Industrieexperten unter der Leitung des Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen erhält insgesamt 5,3 Millionen Euro für die Entwicklung und Demonstration des AIRCOAT-Prototyps.

Besuchen Sie die offizielle Homepage unter aircoat.eu und folgen Sie AIRCOAT via Twitter oder LinkedIn, um keine News zu verpassen.

 

 

 

FernSAMS - sichere und optimierte Hafenmanöver dank ferngesteuerter Schlepper

FernSAMS, das ist das Akronym für "Einsatz ferngesteuerter Schlepper bei An- und Ablegemanövern großer Schiffe".  Gemeinsam mit fünf weiteren Partnern unter dem Koordinator Voith startete das CML ein durch das BMWi gefördertes Projekt, dessen Ziel der Entwurf eines ferngesteuerten Schleppers und sämtlicher  für dessen Betrieb erforderlichen Komponenten ist. Diese erstrecken sich von der automatisierten Leinenübergabe über die Kommunikation bis zum Trainingsprogramm. Aufgabe des CML ist die Entwicklung und Validierung des nautischen Assistenzsystems. Das Assistenzsystem bildet die Schnittstelle zu den Personen, die an den Manövern beteiligt sind. Basierend auf typischen Manöversituationen werden die Anforderungen für das System analysiert und festgelegt.
Die Fernsteuerung für den Schlepper ist als innovative Steuerungskonsole geplant. Der Einsatz dieser Konsole wird mittels umfangreicher Simulationen am CML erprobt und optimiert. Zu einem späteren Zeitpunkt im Projektverlauf wird die Fernsteuerung von einem realen Hafenschlepper aus eingesetzt. Mit der erfolgreichen Umsetzung des Projekts werden eine Effizienzsteigerung der Manöver, die Reduzierung von Zeitaufwand und Energieverbrauch sowie die Erhöhung der Sicherheit der Manöver erwartet. Potenzial birgt das Vorhaben auch in Hinblick auf die Weiterentwicklung zum (teil-) autonomen System. Die Mitarbeiter des CML freuen sich deshalb über die Bewilligung der Förderung: „Das Projekt schließt sich an vorangegangene Forschungsarbeiten des CML an und ermöglicht uns den weiteren Ausbau unserer Kompetenzen in der Entwicklung und Erprobung autonomer Technologien“, so Laura Walther, Projektleiterin am CML.

Seeverkehrsmanagement auf Europäisch: Dritte Phase des MONALISA-Projekts

Im Rahmen des EU-Projekts MONALISA 2.0 hat das Fraunhofer CML bis Herbst diesen Jahres federführend an der Entwicklung eines europaweiten Simulationsnetzwerks für Risikoanalysen mitgewirkt und gemeinsam mit den Projektpartnern einen Sea-Traffic-Management (STM)-Plan erstellt. Ziel des im Oktober 2013 gestarteten Projekts war es, einen Rahmen für das europäische Seeverkehrsmanagement auszuarbeiten und dadurch langfristig die Sicherheit in der Schifffahrt zu verbessern. Zudem wollten die Partner die Effizienz, Kapazität, Flexibilität und die Vorhersagbarkeit des maritimen Transports verstärken und die administrativen Hürden des maritimen Sektors reduzieren.

Mit dem nun gestarteten STM Validation Project geht MONALISA 2.0 in die nächste Runde: „Bevor das STM in den nächsten Jahren in die weitere Entwicklungs- und Nutzungsphase gehen kann, ist unser nächster Schritt, das bisherige Konzept zu validieren“, so Ole John, Senior Research Associate am Fraunhofer CML. So sollen zum einen mögliche Fehler des STM identifiziert werden und zum anderen verhindert werden, dass es in der Entwicklungs- und Durchführungsphase später zu Problemen kommt, die den weiteren Verlauf des Projekts gefährden könnten. Im Rahmen des STM Validation Project kommen in Nordeuropa und dem Mittelmeerraum 300 Schiffe, zehn Häfen verschiedener Größe und drei Shore Center zum Einsatz. Auf seine Anwendbarkeit geprüft wird das STM von insgesamt 39 Projektpartnern (privat, öffentlich und akademisch) aus 13 Ländern. Das Projekt verfügt über ein Gesamtbudget von 43 Millionen Euro, das zur Hälfte von der EU getragen wird. Die Projektdauer beträgt drei Jahre und endet 2018.

Hier finden Sie einen informativen Kurzfilm, der Ihnen die Vorzüge von STM im Allgemeinen veranschaulicht. 

Sie sind noch nicht überzeugt? Begleiten Sie in diesem Film die MS Validator auf ihrem Weg von New York nach Umeå, Schweden, und lernen Sie die Teilsysteme von STM in Aktion kennen. Vom Route Template Service, der eine umfassende Routenplanung und -speicherung sowie die gezielte Weitergabe der Routeninformationen ermöglicht, über den Weather Optimisation Provider, der die Route bei Bedarf und in Abhängigkeit der Wetterlage modifiziert, bis zum Ship to Ship Route Exchange, der wichtige Informationen über die Route sich nähernder Schiffe zur Verfügung stellt, erhalten Sie einen Einblick in die wichtigsten Funktionen von STM und ihre Vorzüge. Das CML wünscht gute Unterhaltung!

Neues Forschungsprojekt C-BORD: Containersicherheit durch berührungslose Inspektion

Der internationale Containerverkehr ist vielen Risiken ausgesetzt: Frachtcontainer können für Schmuggel, illegale Einwanderung, Drogenhandel oder den Transport gefährlicher illegaler Substanzen missbraucht werden. Das im Programm Horizon 2020 von der EU geförderte Forschungsprojekt C-BORD (effective Container inspection at BORDer control points) unterstützt die sicherheits- und zollrechtliche Überprüfung von Containern, indem die Projektpartner Lösungen und ihre Anwendung aufzeigen. Mithilfe innovativer Erkennungstechnologien, etwa mittels Röntgenstrahlen, passiver Strahlenmessung oder Gasdetektoren, wird C-BORD die Wahrscheinlichkeit, illegale oder gefährliche Inhalte erfolgreich zu detektieren, deutlich erhöhen.

Lesen Sie die Pressemitteilung zu ersten Testversuchen.