PortKIDialog+2035

Projektdarstellung

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Projektziele

Im Projekt PortKIDialog+2035 werden innovative Ansätze entwickelt, die Hafenmitarbeitern bei der effektiven und sicheren Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) unterstützen. Der Fokus wird sowohl auf operative als auch auf administrative und kaufmännische Tätigkeiten gelegt. Zu den Projektzielen gehören:

  • Analyse der Auswirkungen von KI auf Berufsbilder und Kompetenzen im Hafenbetrieb (Arbeiter- und Angestelltenberufe).
  • Entwicklung eines dynamischen Tools zur KI-Impact-Analyse, mit dem kontinuierlich bewertet werden kann, wie KI-Technologien Aufgaben, Fähigkeiten und Qualifikationsanforderungen verändern.
  • Entwurf und Erprobung von KI-gestützten Simulatoren für Großgeräte (z. B. Containerbrücken, Reachstacker und Hafenmobilkrane), um realistische, immersive Trainingsumgebungen zu ermöglichen.
  • Schaffung neuer Qualifizierungs- und Schulungsformate, die das Verständnis der Mitarbeiter für KI und ihre Fähigkeit, mit intelligenten Systemen zu arbeiten, stärken.
  • Sicherstellung der sozialen Akzeptanz und 
  • Resilienz durch Partizipation, Transparenz und Zusammenarbeit mit den Partnern.

 

Projektgegenstand

Die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung deutscher See- und Binnenhäfen verändert Arbeitsumgebungen, Berufsbilder und Qualifikationsanforderungen grundlegend. KI wird zu einem integralen Bestandteil des Hafenbetriebs – von der Planung über die Steuerung der Logistiksysteme bis hin zur Entscheidungsunterstützung. Diese Entwicklungen bergen ein großes Potenzial für Effizienz und Sicherheit, erfordern aber auch, dass die Beschäftigten neue Fähigkeiten erwerben und sich an veränderte Aufgaben anpassen.

Um sicherzustellen, dass der Mensch im Mittelpunkt dieses Wandels bleibt, konzentriert sich PortKIDialog+2035 auf die Schnittstelle zwischen Mensch und KI in Häfen. Das Projekt untersucht, wie KI-Technologien Berufsbilder, Arbeitsprozesse und Qualifikationsanforderungen beeinflussen und wie interaktive Lern- und Simulationsumgebungen diesen Wandel unterstützen können.

 

Aufgaben des CML 

Im Rahmen des Projekts ist das CML verantwortlich für:

  • Die wissenschaftliche Konzeption und Entwicklung des Tools zur KI-Impact-Analyse.
  • Die Definition von KPIs und Bewertungsmetriken (z. B. Planungszeit, CO₂-Emissionen pro TEU, eingesparte Aufgabenzeit pro Rolle), zur Erfassung von Auswirkungen von KI auf die Produktivität, Qualität und Resilienz.
  • Durchführung von Benchmark-Analysen mit vergleichbaren Branchen (Logistik, Produktion).
  • Technische und methodische Unterstützung bei der Integration und Erprobung von KI-gestützten Simulatoren für Terminal-Großgeräte.

 

Projektkonsortium 

Das Konsortium vereint Fachwissen aus Wissenschaft, Technologie und Industrie:

  • Entwicklung von Bewertungsrahmen für die Trainingseffektivität
  • Übertragung der Projektergebnisse in die Forschung und universitäre Lehre.

Projektpartner:

  • ma-co maritimes competenzcentrum GmbH (Koordinator)
  • Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft (HHLA)
  • EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG

Assoziierte Projektpartner:

  • ver.di
  • Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS)
  • Artificial Intelligence Center Hamburg (ARIC)

 

Förderung und Projektlaufzeit

PortKIDialog+2035 wird durch das Programm IHATEC II des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr gefördert. Das Projekt läuft von Dezember 2025 bis November 2029.